BYOD: rechtliche Aspekte der Einführung

Bei Bring your own device (BYOD) werden private Endgeräte, etwa Smartphones, für berufliche Zwecke eingesetzt. Dadurch haben sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Vorteile. Bei der Einführung gilt es aber neben technischen auch einige rechtliche Aspekte zu beachten. Über die bekommen Sie hier einen Überblick.

Die Einführung von BYOD-Modellen ist aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll und gewünscht. In bestimmten Bereichen geht die Initiative vom Unternehmen aus, vielfach aber auch von den Mitarbeitern, die sich dadurch mehr Flexibilität im Beruf erwarten und – oft zu recht – hoffen, ihre Aufgaben effizienter und angenehmer erledigen zu können.

Geht es an die Umsetzung, wendet sich das Management in der Regel an die IT-Abteilung – schließlich geht es hier um eine technische Aufgabe: Wie bekommt wer Zugriff? Doch bevor technische Details erörtert werden, sollten sich alle Verantwortlichen über die rechtlichen Anforderungen klar werden. Schließlich können die mitentscheidend für die Auswahl der technischen Werkzeuge sein. Spätere Anpassungen oder Korrekturen sind oft nur mühsam und mit viel Aufwand möglich.

Wie in vielen Bereichen spielt auch bei BYOD die EU-Datenschutzgrundverordnung, für die die Übergangsfrist im Mai 2018 endet, eine wesentliche Rolle. Denn sobald sie mit E-Mails und Dokumenten arbeiten, gehen die Beschäftigten immer auch mit sogenannten personenbezogenen Daten um. Daher sollte die dahingehenden, künftigen Anforderungen schon jetzt abgedeckt werden.

Darüber hinaus spielen Geheimnisschutz und Urheberrechtsschutz rechtlich gesehen eine Rolle, gilt es Aufbewahrungspflichten einzuhalten, arbeitsrechtliche Fragen zu klären und entstehen Sonderprobleme beim Einsatz eines MDM-Tools. Für einige dieser Bereiche müssen im Rahmen eines BYOD-Modells weitere Punkte geregelt durch zusätzliche Vereinbarungen mit den Beschäftigten und/oder dem Betriebs- respektive Personalrat geregelt werden können. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil es zum Themenkomplex BYOD bislang keine spezifischen Regelungen in Gesetzen – und soweit ersichtlich – bislang auch noch keine Urteile zu dem Thema gibt.

Von der scheinbaren Fülle der Anforderungen sollten sich Unternehmen aber nicht abschrecken lassen. Sofern das Thema systematisch und strukturiert angegangen wird, können mit der richtigen Lösung die Chancen einer Einführung von BYOD optimal genutzt werden. Dieses Whitepaper liefert das erforderliche Rüstzeug.